Edelbrände richtig genießen
Ein guter Edelbrand ist mehr als ein Getränk – er ist Handwerk, Zeit und Leidenschaft. Damit sich sein Charakter voll entfalten kann, kommt es auf ein paar feine Details an. Wir zeigen, worauf es beim Genießen wirklich ankommt.

Die richtige Trinktemperatur
Edelbrände mögen es nicht eiskalt. Bei zu niedrigen Temperaturen verschließen sich Aromen, feine Nuancen gehen verloren.
Ideal sind 16 bis 18 °C
So können sich Duft und Geschmack optimal entfalten. Am besten den Brand bei Zimmertemperatur einschenken und ihm einen Moment Zeit geben – Geduld wird belohnt.
Das passende Glas
Das Glas ist entscheidend für das Genusserlebnis.
Wir empfehlen ein tulpenförmiges Edelbrandglas:
- nach oben leicht verjüngt
- dünnwandig
- mit Stiel, damit die Handwärme den Brand nicht zu stark beeinflusst
So sammeln sich die Aromen im Glas und gelangen gezielt zur Nase.

Richtig riechen - der erste Eindruck
Nicht zu hastig!
Das Glas zunächst ruhig schwenken, dann vorsichtig daran riechen. Am besten mit leicht geöffnetem Mund – so wirken die Aromen weicher und angenehmer.
Ein guter Edelbrand erzählt seine Geschichte schon in der Nase.
Richtig trinken
Weniger ist mehr. Edelbrände trinkt man in kleinen Schlucken. Den Brand kurz im Mund behalten, sanft über die Zunge rollen lassen und erst dann schlucken. Es entfalten sich Frucht, Tiefe, Wärme und ein langer, harmonischer Abgang. Nicht die Stärke zählt, sondern die Balance.
Genuss braucht Zeit
Ein Edelbrand ist kein Getränk für zwischendurch. Er lädt zum Innehalten, Verkosten und Austauschen. Ob allein, in guter Gesellschaft oder nach einem feinen Essen - genießt bewusst.
Unser Tipp für Dich
Vertrau Deinem eigenen Geschmack. Es gibt kein "richtig" oder "falsch" - nur das, was Dir Freude macht. Genau dafür brennen wir unsere Edelbrände: für ehrlichen Genuss und besondere Momente.

Das Herzstück
Viel Herzblut für das Herzstück
"Brennst du einfach oder doppelt?" lautet die obligatorische Frage beim Schnapsbrennen. Für uns ist das Doppeltbrennen die bessere Variante. Es braucht mehr Zeit, mehr Arbeit, mehr Energie, aber es lohnt sich ein zweites Mal zu brennen und so aus dem Raubrand einen Feinbrand zu destillieren.
Langsam und behutsam lautet die Devise beim Abtrennen des Vorlaufs und des Nachlaufs. Nur der Mittellauf - das sogenannte Herzstück - ist ganz nach dem Geschmack des Edelbrenners


